Steigende Zinsen und die Immobilienpreise – Worauf sich Käufer und Verkäufer einstellen sollten

steigende Zinsen im Immobilienmarkt

Schlagartig steigende Zinsen können die Finanzierung einer Immobilie für einen Käufer enorm erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen. Auch für Verkäufer wird sich an den Immobilienpreisen etwas ändern. Worauf sich Käufer und Verkäufer einstellen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was passiert aktuell mit den Bauzinsen?

Wer in den letzten Jahren eine Immobilie finanziert hat, wurde mit rekordverdächtigen Niedrigzinsen von Banken empfangen. Waren die Bauzinsen im Jahr 2019, 2020 und 2021 immer konstant auf einem sehr niedrigen Niveau, von 0,5 % bis 1 %, steigen sie aktuell so rasant an, dass selbst Experten davon überrascht sind. Der Grund dafür liegt in der anhaltend hohen Inflation und dem Ukraine-Krieg. Ein weiterer Faktor ist ebenfalls die Erhöhung des Leitzinses in den USA. Die US-Notenbank erhöhte kürzlich ihren Leitzins drastisch, was die Kreditvergabe an Banken teurer macht. Die EZB könnte hier ebenfalls mit einer Erhöhung nachziehen. Der Leitzins lag seit 2016 bei 0%, was schlichtweg dafür gesorgt hat, dass den Kreditinstituten kostenlos Geld zur Verfügung gestellt wurde. Wird der Leitzins angehoben, fallen auch bei den Banken wieder kosten für Anleihen an. Diese höheren Kosten werden infolgedessen an den Kreditnehmer weitergegeben, was zu höheren Zinsen führen wird und zu einer höheren monatlichen Rate.

Aktuell können Käufer bei einer Zinsbindung von 10 Jahren mit Sollzinsen zwischen 3 % bis 4 % rechnen. Wie diese Entwicklung in den nächsten Jahren weitergeht, können selbst Analysten schwer vorhersehen. Dies hängt nämlich von sehr vielen Faktoren ab. Klar ist aber, dass der voraussichtlich steigende Leitzins der EZB und die angefeuerte steigende Inflationsrate zu einem Anstieg der Zinsen führt und das Zinsniveau von vor über 10 Jahren erreicht werden kann, wo die Zinsen bei ca. 8% lagen.

Was heißt das für Käufer?

Viele Käufer schrecken vor zu hohen Zinsen zurück und kaufen dann keine Immobilie. Einfaches Rechenbeispiel: Konnte ein Käufer eine Immobilie mit einem Preis von 400.000 € noch vor einem Jahr für durchschnittlich 0,75 % finanzieren, zahlte er dafür bei einer Sollzinsbindung von 10 Jahren etwa 1.200 € pro Monat, Zinszahlung und Tilgung zusammengerechnet. Bei einem Zinssatz von 5 % läge die monatliche Belastung bei etwa 2.600 €. Eine gute Möglichkeit, schnell und einfach den aktuellen Zins einzusehen ist dieser Artikel aus dem Finanztip, der auf dem aktuellen Stand gehalten wird. Für viele Käufer ist dieser Anstieg nicht mehr finanzierbar, was dazu führen wird, dass der Kauf einer Immobilie nicht mehr zu realisieren ist. Der Käufer muss infolgedessen von einem Kauf einer Immobilie absehen. Erst wenn die Immobilienpreise fallen, ist eine Finanzierung für den Käufer möglich. Das Nettohaushaltseinkommen reicht für viele nicht mehr aus. Hinzu kommen die steigenden Benzin- und Lebensmittelpreise.

Was heißt das für Verkäufer?

Während die Immobilienpreise in den letzten Jahren ein noch nie da gewesenes Hoch erlebt haben, ist mit dem aktuellen Zinsanstieg das Ende des Preisanstieges eingeläutet. Der einzige Weg einen Käufer zu finden, wird zukünftig sein, dass der Preis der Immobilie deutlich reduziert werden muss.
Je höher die Zinsen, desto geringer der Kaufpreis. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Die Nachfrage nach Immobilien wird somit deutlich reduziert. Jetzt schon merken Immobilienunternehmen, dass die Nachfrage nach Immobilien gesunken ist. Erst wenn die Immobilienpreise gesenkt werden, ist eine Finanzierung für viele Käufer wieder machbar. Verkäufer erhalten somit deutlich weniger für ihre Immobilie als vor einigen Monaten noch.

Was kann ich als Verkäufer tun, um dem entgegenzuwirken?

Eigentümer, die derzeit einen Verkauf anstreben, sollten nicht länger warten und Versuchen die Immobilie zeitnah über einen Immobilienexperten zu verkaufen. Der beste Zeitpunkt zum Verkaufen ist also jetzt. Je länger ein Verkäufer jetzt noch wartet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen weiter steigen und die Immobilienpreise sinken werden. Viele Verkäufer ärgern sich jetzt schon, dass sie so lange mit dem Verkauf gewartet haben, weil sie dachten, dass die Preise weiter steigen werden. Daher kann man am Markt beobachten, dass viele Verkäufer jetzt Ihre Immobilien abstoßen möchten, um den derzeit maximalen Gewinn zu erzielen, bevor der Markt zusammenbricht.

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