WerttreiberWelche Faktoren den Wert Ihres Mehrfamilienhauses bestimmen
Kein einzelner Wert, sondern ein Zusammenspiel. Wir schlüsseln die acht Stellschrauben auf, nach denen Investoren rechnen. Wie die Rechnung im Detail läuft, was die Lage ausmacht und welche Faktoren in Berlin gelten, zeigen die Abschnitte darunter.
Mieteinnahmen
Die nachhaltig erzielbare Nettokaltmiete ist die Basis jeder Bewertung. Entscheidend ist nicht die Ist-Miete, sondern was das Haus dauerhaft einbringt.
Rechenweg →Lage
Ortsteil, Straße und Mikrolage bestimmen, wie sicher die Vermietung ist und wie viel Investoren je Euro Miete zahlen. Zwischen Toplage und einfacher Lage liegen über zehn Faktorpunkte.
Lagegruppen →Zustand und Restnutzungsdauer
Dach, Fassade, Stränge, Fenster, Heizung: Je länger das Gebäude wirtschaftlich trägt, desto höher der Wert. Ein Sanierungsstau wird vom Kaufpreis abgezogen.
Beispielrechnung →Grundstück und Bodenwert
Der Boden fließt mit dem Bodenrichtwert in die Rechnung ein. Große Grundstücke mit Nachverdichtungs- oder Ausbaupotenzial heben den Wert deutlich.
Mieterstruktur und Leerstand
Vollvermietung mit zuverlässigen Mietern stützt den Preis. Leerstand senkt ihn, kann bei Sanierungs- oder Aufteilungsabsicht aber auch zum Vorteil werden.
Rechtlicher Rahmen
Milieuschutz, Umwandlungsverbot, Denkmalschutz oder Erbbaurecht schränken ein, was ein Käufer mit dem Haus machen darf, und damit den Käuferkreis.
Marktumfeld und Zinsen
Steigende Finanzierungszinsen verlangen höhere Renditen und drücken die Preise. Zwischen 2021 und 2024 hat das in Berlin je nach Lage drei bis sechs Faktorpunkte gekostet.
Der Faktor als Kennzahl
Der Faktor fasst all das in einer Zahl zusammen: Kaufpreis geteilt durch Jahresnettokaltmiete. 100 geteilt durch den Faktor ergibt die Bruttoanfangsrendite. Er ist die erste Zahl, über die verhandelt wird, aber keine Renditeberechnung.
Orientierungswerte →